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Montag, 06.09.2010

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Vereinschronik

 

 

 

 

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Unsere Vereinschronik

im Zeitraffer

von Hans-Udo Elwitz

Teil 1 (1912 - 1936)
Eine ereignisreiche, schöne, aber auch schwere, sorgenvolle Zeit. Diese Festschrift soll versuchen, in aller Kürze den Werdegang des Vereins von der Gründung im Jahre 1912 bis zum heutigen Tage festzuhalten.

1912 1913

Die Gründung des F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. vollzog sich am 01.04.1912, Initiator war Christian Fröhbrodt, Lehrer an der Marienfelder Schule. Er hatte es verstanden begeisterungsfähige Jugendliche vom Jahrgang 1896/97, trotz aller Einwände von außen, für den Fußballsport zu gewinnen und in einem Verein zusammenschließen.

1914 1915 1916 1917 1918

Im Jahre 1914 wurde die erste Reise des Vereins durchgeführt. Ziel war Hohensaaten, ein kleiner Ort im Oderbruch. Die Reise war damals ein großes Ereignis.
 
Im selben Jahr kam es zu einer langfristigen Unterbrechung des Spielbetriebes, als man die noch jugendlichen Spieler in sogenannte Jugendkompanien steckte und in einen der unsinnigen Weltkriege schickte.

1919

Erst im Jahre 1919 fanden sich die heimgekehrten, sowie neue Kameraden zusammen (ca. 60), schlossen sich der Märkischen Spielvereinigung an und nahmen den Punktspielbetrieb wieder auf.
Mit drei Senioren- und zwei Schülermannschaften war der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. vertreten.

1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928

Schon ein Jahr später konnte die Klassenmeisterschaft errungen werden. Unter den Erfolgreichen befand sich auch der Kamerad Fritz Neugebauer, später Ehrenpräsident und Träger der goldenen Ehrennadel des Vereins.
Die dann folgende Zeit war für den F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. sehr erfolgreich. Das ständige Anwachsen der Mitgliederzahl, die Erringung mehrerer Staffelmeisterschaften, der Gewinn der Berliner Jugendmeisterschaft im Jahre 1928 war sehr erfreulich.

1.Männer 1920
1. Männer im Jahr 1920, rechts der Mitbegründer des FC-Stern Christian Fröhbrodt.

Stolz war man in Marienfelde, als die Gebrüder Krope neben ihrer Mitwirkung in der 1. Mannschaft, in einer anderen Sportart überaus erfolgreich waren. Im Radball wurden sie in den Jahre 1923-25 dreimal Deutscher- und zweimal Europameister.
 
Auch taten sich die Kameraden Kurt Kalinowski, Willi Wulf, Albert Griebel und Erich Dretzki hervor, als sie 1924 und 1925 repräsentativ für Berlin gegen die Auswahl von Wien und Moskau spielten.

1929 1930 1931 1932 1933 1934 1935 1936

Dann kam die Zeit, in der der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. den Spielbetrieb einstellen und sich auflösen mußte. Die damaligen Machthaber wollten es so.


Weiter geht es mit Teil 2 (1937 - 1961)


 

 

 

 

 

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Unsere Vereinschronik

im Zeitraffer

von Hans-Udo Elwitz

Teil 2 (1937 - 1961)

1937 1938

Trotzdem war es einem Manne zu verdanken, daß die Sterne nicht ganz erloschen. Der unvergessene Albin Hoffmann verstand es, die Kameraden innerhalb der Marienfelder Sportvereinigung, das war die kommunale Bezeichnung der zwangsmäßig zusammengeschlossenen Vereine, zu sammeln und weiter nach Erfolgen zu streben. Diese stellten sich dann auch ein, der Aufstieg zur damaligen 1. Klasse wurde 1937 geschafft.

 1. Männer 1938
Lang´ ist es her mit den langen Hosen. Die Männer aus dem Jahr 1938

 

1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947

Auch der zweite Weltkrieg hatte mit seine bitteren Folgen wieder Teile des Vereins fortgerissen, doch auch danach fanden sich Männer, die ihre ganze Schaffenskraft für das erneute Aufleben des Vereins verwendet haben.
 
Und das in einer Zeit, wo ein jeder mit seinen eigenen Schwierigkeiten beschäftigt war. Diesen Kameraden sind wir alle zu großem Dank verpflichtet!

1948 1949

Die ersten Versuche, das Fußballgeschehen in Marienfelde wieder zum Leben zu erwecken, wurden dann in den Jahren 1948/49 unternommen. Unter der Bezeichnung Sportgruppe Marienfelde (direkte Vereins- bzw. Neugründungen waren derzeit noch untersagt) führte man mit einer Männermannschaft einige Freundschaftsspiele, zum Teil auch außerhalb Berlins.
Eine Begegnung gegen eine Mannschaft der Volkspolizei der damaligen DDR blieb noch in Erinnerung.
 
Am 5. Oktober wurde innerhalb des TSV Stamm Marienfelde die Fußballabteilung offiziell neu gebildet. Leiter war Ernst Hoffmann, ihm zur Seite standen die Kameraden Hermann Fabian, Alfred Poeschke und Hans-Joachim Franke.
Bereits nach vierzehn Tagen wurden die ersten Freundschaftsspiele mit den 1. und 2. Senioren absolviert. Unter den Debütanten waren die Kameraden Pauly und Harry Passeckel, die auch noch heute mit dem F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. verbunden sind.

1950 1951

Mit Wirkung vom 10.05.50 wurde der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. als selbständiger Verein lizensiert. Zur ersten Generalversammlung am 8.7.1950 zählte der Verein schon 81 Mitglieder über 18 Jahre, sowie 80 Jugendliche (38 Schüler, 19 Jugend- und 18 Juniorenspieler).
 
In dieser Zeit stellte sich auch der unvergessene Kamerad Hans "Schwabbel" Manske dem Verein als Ballwart zur Verfügung. In aufopferungsvoller Weise hat er über fünfzehn Jahre lang das Ballmaterial gepflegt.
In den Anfangsjahren seiner Tätigkeit hat er mit bescheidenen Mitteln wahre Wunder vollbracht. Die Möglichkeit ständig neue Bälle zu ordern war damals undenkbar, also wurde fleißig geflickt bzw. genäht.
Die Verleihung der goldenen Ehrennadel, nicht nur für diese Tätigkeit, brachte seine Verdienste zum Ausdruck.
 
Bei der Neuaufnahme des offiziellen Spielbetriebes wurde der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. zunächst in die unterste Spielklasse, der heutigen C-Klasse vergleichbar, versetzt.
Marienfelde war damals ein Ortsteil mit rd. 18.000 Einwohnern, heutzutage hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt.
In der damaligen Zeit identifizierte man sich noch mit seinem Bezirk, die Möglichkeit lange und vor allem zeitraubende Wege zu bestreiten, hatten die wenigsten Kameraden.

 1.Männer 1951
1. Männer im Jahr 1951: stehend von links Betreuer Göllert, Trainer K. Hoffmann, Fabian, Putzer, Kalasse, Dräger, Pietzschke, Lemke, 2. Vors. Franke, 1. Vors. E. Hoffmann
unten von links Schertz, B. Piekarski, Peczynski, Krause, Nietschke.

 

1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959 1960 1961

Im Jahre 1952 gab es schon gegenüber 1950 eine gewaltige Verschiebung zu ungunsten der Nachwuchspflege. Der damalige 1. Vorsitzende Kurt Göllert konnte zwar stolz die Meldung von drei Männermannschaften sowie einer Alt-Herrenmannschaft verkünden, im Jugendbereich mußte man sich mit einer Schüler- (heutige C ) und einer Jugendmannschaft (heutige B) bescheiden.
Aus diesem Grund konnte dann auch Mitte der fünfziger Jahre die einmal errungene B-Klasse nicht gehalten werden, eine Überalterung der Mannschaft machte sich bemerkbar.
Der Einbau weniger Junioren berechtigte zu den schönsten Hoffnungen, jedoch konnte die Mannschaft die diversen Umstellungen nicht verkraften und so fand man sich nach Ablauf von zwei Spielserien im Jahr 1958 in der C-Klasse wieder.
 
Wir kommen noch einmal auf das Jahr 1952 zurück.
Wenn wir in der jetzigen Zeit bereits mit vier- und sogar fünfstelligen Summen rechnen, so hatten es die Kassierer der damaligen Zeit in diesem Punkt einfacher. Ganze 5,11 DM betrug der Kassenbestand am Tage der Generalversammlung, für die Pflege bzw. Anschaffung neuer Bälle wurden auch nur 67,00 DM ausgegeben.
Glücklich war man auch über den Besitz von 25 Spielbällen. Jede Mannschaft besaß einen Satz Spielkleidung und ferner noch einige Paar gebrauchter Fußballschuhe, die zum Austausch bereit standen. Dies wurde mit Freude registriert.
 
Auch sportlich gab es strahlende Gesichter, am Ende dieser Serie konnte nach Ausscheidungsspielen gegen den Frohnauer SC die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg zur B-Klasse errungen werden.
Voller Optimismus gestartet gab es gleich im nächsten Jahr einen Rückschlag. Mit nur einem Minuspunkt mehr belastet als die Kontrahenten ging es wieder abwärts. Seit dieser Zeit kann sich die 1.Männer des F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. als typische "Fahrstuhl"-Mannschaft bezeichnen.
Die nächsten Jahre sollten ein mehrmaliges Auf- und Absteigen bringen. Daher war das sportliche Geschehen sehr reizvoll, gebangt wurde immer, entweder um den Aufstieg oder aber um den Klassenerhalt.
 
Die tadellose Vereinsführung und die gute Kameradschaft in den Reihen des F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V., machte sich durch das Anwachsen der Mitgliederzahlen immer stärker bemerkbar. Jetzt tauchten neue Namen in der Vereinsführung auf, die Kameraden M. Rabe, A. Büttner und Hans-Udo Elwitz lösten verdiente Mitarbeiter des Vorstandes ab.
Es begannen die Jahre der erlebnisreichen Sportreisen. Kein Winkel der Bundesrepublik Deutschland wurde ausgelassen, die Freude bei diesen Reisen konnte auch nicht durch die manchmal stundenlangen Wartezeiten an den Grenzübergängen getrübt werden.
Selbstverständlich, daß unsere Gastgeber auch in Marienfelde erschienen. Die Häufigkeit dieser Begegnungen ist dann leider weit zurückgegangen.


Weiter geht es mit Teil 3 (1962 - 1976

 

 

 

 

 

 

 

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im Zeitraffer

von Hans-Udo Elwitz

Teil 3 (1962 - 1976)

1962 1963 1964

 

 1.Männer 1962
1. Männer im Jahr 1962/63, hintere Reihe von links: Ehrenpräsident F. Neuhauer, Trainer Keichel, K. Pohle, Steinert, Poetke, H.-J. Fechner, Heidlauf, 1. Vors. H.-G. Pätzel,
vordere Reihe von links: Scheffler, Bartz, Garbers, Schaumburg, Bremer, Groß

Im Spieljahr 1962/63 wurden fünf Männer- sowie fünf Jugendmannschaften gemeldet.
Besonders stolz war man inzwischen auf das ständige Bestehen einer A- Jugend.
Die Jugendleitung lag zu dieser Zeit in den Händen des unvergessenen Erwin Dräger sowie Harry Passeckel. Am Saisonende 62/63 waren die Sterne wieder oben auf. Mit dem Ortsnachbarn Lichtenrader BC lieferte man sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, um am Ende als Staffelmeister, mit dem imposanten Torverhältnis von 100: 21 bei sechsundzwanzig Spielen zu glänzen.
 
Die Zuschauerresonanz war damals noch gewaltig. Erlebten doch annähernd zweitausend Zuschauer die beiden Spiele gegen den LBC. Schade daß dem Amateursport in der heutigen Zeit so wenig Interesse entgegengebracht wird.
Die Ursachen sind vielseitig und daher kaum zu ergründen. Nahe liegt jedoch der Verdacht, die Spielerzieherei, d.h. das gegenseitige Abwerben von Spielern selbst in den untersten Klassen, verschreckt so manchen braven Sportsmann.
Die einmal lieb gewonnene Mannschaft, kann im nächsten Spieljahr schon wie eine Seifenblase geplatzt sein, nur weil es mit den Zuwendungen vielleicht hapert. Wer will sich da noch identifizieren? Es ist schon traurig, wenn die Vereine den Zuschauer mit Verlosungen, Gratisgaben usw. zum Sportplatz locken. Da wird das Sportgelände zum Jahrmarkt. Das Bieten dieser Anreize ist nur wenigen Vereinen mit Unterstützung der freien Wirtschaft möglich.
Den Vereinen, die da nicht mithalten können, wirft man dann mangelnde Initiative vor. Traurige Zeiten!

1965 1966 1967

 

 1.Männer 1965
1. Männer im Jahr 1965/66, stehend von links: H.-J. Fechner, W. Schüler, Storch, Garbers, Hartmann, Hübel, Arntz,
unten von links: J. Schüler, Kühl, Keichel, Nietsch.

Nun wieder zum Fußball, denn der Höhenflug der Sterne hielt weiter an.
Die erste Männermannschaft konnte auf verschiedenen Posten weiter verstärkt werden und dem Trainer standen damals eine große Anzahl gleichwertige Spieler zur Verfügung.
Die großartige Leistung der Mannschaft wurde mit dem Erringen des Aufstiegs zur A-Klasse belohnt, diesmal hinter dem Staffelmeister Lichtenrader BC, man schrieb das Jahr 1965.
 

 Staffelsieger 1966
1. Männer - Staffelsieger 1965/66, stehend von links: 1. Vorsitzender Stüber, H- Metze, Betreuer "Yogi" Eysing, Kassierer Büttner, Mäzen, Schaumburg,
unten von links: Bujack, H.-J. Fechner, Gabers, Klein, Berndt.

In der Umgebung trumpfte der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. zunächst gehörig auf und gehörte über lange Strecken zur Spitzengruppe. Später wurde man bescheidener und war mit dem Klassenerhalt zufrieden.
Die erste Mannschaft zeigte sich nun doch überaltert und mit dem eigenen Nachwuchs war es noch nicht so weit. Dieser wurde inzwischen innerhalb von sieben Mannschaften beschäftigt. Für den Männerbereich kamen jetzt Jahre des Mißerfolges.
Gleich zweimal hintereinander mußte die Bitternis des Abstiegs "ausgekostet" werden. 1967/68 spielten wir wieder in der uns vertrauten C- Klasse.

1968 1969 1970 1971 1972

Mit zahlreichen neuen Spielern und Peter Metze als Spielertrainer sollte sich der Erfolg bald einstellen. 1968/69 hatte uns die B-Klasse wieder.
Es war dann jedoch wieder nur ein kurzes Gastspiel. Am Saisonende war der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. einmal mehr in der C-Klasse gelandet. Die Trainingsleitung übernahm jetzt der Kamerad Horst Metze. Dem Verein widerfuhr in den nächsten drei Jahren ein gewaltiger "Genesungsprozeß".
Immer in der untersten Spielklasse angesiedelt, gab es Männer- wie auch im Jugendbereich gewaltige Veränderungen.
Die Jugendleitung, erfolgreich vom Kameraden Harry Passeckel zur Kameradin "Conny" Noortwyck gewechselt, nahm riesigen Aufschwung.
 
Die Mitarbeit so verdienter Sportfreunde, wie der leider zu früh verstorbene Herbert Kahle, dem Ehepaar Seemann, sowie Michael Cornetz trug ihre Früchte.

1973 1974 1975

Spektakulär der Berliner Meistertitel der damaligen B- Jugend im Jahr 1973. Die Aktivitäten dieser Gruppe, später gesellte sich noch der Kamerad Bense hinzu, waren kaum zu bremsen. Natürlich war es auch noch eine große Zahl an weiteren Helfern in der Jugendabteilung. Wir erinnern uns u.a. an M. Faustmann, A. Noortwyck, B. Quander, H. Holtkötter, W. Lucassen, die mit ihrem unermüdlichem Einsatz für den Aufschwung sorgten.
 
Zeitweise kickten über zwanzig Mannschaften für die Marienfelder Farben. Im Männerbereich war inzwischen der Generationswechsel, vornehmlich bei den 1.Herren restlos vollzogen. Die solide Trainingsarbeit des Kamerad Horst Metze, der geschickte Einbau talentierter Eigengewächse, sollte am Saisonende 1973 belohnt werden.
Der Aufstieg zur B-Klasse war perfekt. Die alten Recken der sechziger Jahre spielten fast geschlossen innerhalb der vierten Mannschaft. Hier feierten sie Erfolge in Serie.
Nach Abschluß der Saison 1973/74 hatte die Mannschaft sage und schreibe siebenmal hintereinander die Staffelmeisterschaft errungen.
Da wollte die 5.Männer nicht zurückstehen und holte ebenfalls den Meistertitel.
Die erstmals gemeldete 6.Männer hielt auch schon brav mit.
In dieser Zeit stellte sich der Kamerad Horst Metze als 1. Vorsitzender zur Verfügung, stellvertretend durch den Kamerad Hans-Udo Elwitz, die Geschäftsführung lag bereits in den bewährten Händen des Kamerad Harry Passeckel.
In den nächsten Jahren stabilisierte sich die 1.Männer in der B-Klasse. Am Ende der Spielzeit 75/76 waren die Sterne wieder am Zug. Diesmal ging es aufwärts, die A-Klasse war erreicht. Bereits zum Punktspielstart der Serie 74/75 konnte der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. nach vielen Jahren eine Alt-Herrenmannschaft melden.

 1.Alt-Herren 1976
Alte Herren 1976, stehend von links: H.-J. Fechner, Behr, Sauer, W. Mittag, Beck, Kubinski, Bartz,
unten von links: Elwitz, K.Stolzennberg, Bohn

Hervorgegangen aus der ehemaligen erfolgreichen vierten Mannschaft war es der Elf gelungen, auf Anhieb in die 1.Liga zu schaffen.

1976

Das Spieljahr 1976/77 brachte zahlreiche Veränderungen auch um den Marienfelder Fußball. Da war zunächst die auf dem Verbandstag beschlossene Entscheidung, die dritten und vierten Männermannschaften in separaten Staffeln, ebenfalls von der C-Klasse bis zur Oberliga aufgegliedert, um Auf- und Abstieg spielen zu lassen.
Der Reiz für die Aktiven war natürlich von diesem Moment an wesentlich größer. Das gemeinsame Erleben des Vereinsgeschehen, vornehmlich um die 1.Männer herum, war jetzt nicht mehr gegeben. Über diese Erscheinung klagten von nun an viele Klubs. Denn die Mannschaften des F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. waren jetzt oft auf ganz Berlin verteilt im Einsatz.

 Eingang zum Vereinsheim
Unser Vereinsheim seit 1976

Im Jugendbereich gab es eine neue Führungsmannschaft. Unter der energiegeladenen Leitung des Kameraden Hans Bense, unterstützt von den Kameraden K. Weber, G. Mesecke, E. Mittag, J. Rusch, , H.Schramm und weiteren fleißigen Helfern sollte es noch weiter aufwärts gehen.
Wir haben es der freundlichen Genehmigung durch das Bezirksamt Tempelhof, sowie dem nimmermüden Einsatz vorstehend genannter Kameraden zu verdanken, heute mit großem Stolz auf unsere Klubräume zu schauen.
Die Räumlichkeiten, einstmals die Wohnung des Platzmeisters, wurden in Eigeninitiative, mit Bezuschussung des Bezirkes, ausgebaut. Die Möglichkeiten der Nutzung sind aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.


Weiter geht es mit Teil 4 (1977 - 1986)


 

 

 

 

 

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im Zeitraffer

von Hans-Udo Elwitz

Teil 4 (1977 - 1986)

1977

Im März 1977 erschien die erste Ausgabe der "sternchenpost". Verantwortlich zeigte sich dafür über Jahre der Kamerad Jürgen Rusch. Später ab 1980 bis 1986 erledigte der Kamerad Wolfgang Kummerow den redaktionellen Teil. Die Zeitschrift, die in unregelmäßigen Abständen, ca. alle drei bis vier Monate herausgegeben wird, hat vom Erscheinungsbild her großen Anklang gefunden.
 
Am 1. Oktober 1977 hatte nicht nur die Marienfelder Fußballgemeinde Grund zur Freude. Der ehemals wunderschöne Rasenplatz (Hauptplatz), letztlich nur noch als Sandwüste bezeichnet, war zwischenzeitlich zum Hartplatz umgewandelt worden.
Damals noch voll funktionstüchtig, war die Anlage mit eingebauter Be- und Entwässerung eine der modernsten Berlins.

1978 1979 1980

Monate später, am 5. Juli 1978 wurde in Anwesenheit des damaligen BFV-Präsidenten Hartlep, sowie dem Stadtrat Siebner die Flutlichtanlage, auch für den Punktspielbetrieb geeignet, feierlich in Betrieb genommen.
In diesem Jahr wurde auch der inzwischen traditionelle Jahresball in den Räumen des Festzentrums Mariendorf erstmals durchgeführt.
 
Das Jahr 1979 brachte dann eine Wachablösung an der Spitze des F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V.. Für den verdienten Kameraden Horst Metze rückte Hans-Udo Elwitz in die Position des 1. Vorsitzenden.
Zum Punktspielstart, die erste Männermannschaft hatte sich jetzt über Jahre in der A-Klasse etabliert, konnte der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. erstmals eine siebte Männer und erfreulicherweise auch eine Damenmannschaft melden.

 Damenmannschaft 1983
Unsere Damen - 1983, stehend vom links: Ute Voss, Manuela Westphal, Ute Pilsinger, Nicole Hildebrandt, Martina Kirschke, Maria Cichan, Cornelia Krätke,
unten links: Marion Schwellinger, Dorothea Michutta, Sylvia Weckeck, Marion Thürer, Gabriela Krüger-Gräb, Ulrike Rogalski, Susanne Turner

Im Jugendbereich waren es zu dieser Zeit neunzehn Teams, die an den Punktspielen teilnahmen. Besonders erfreulich aber auch die Registrierung von sechzehn Schiedsrichtern.
Das Bemühen der Kameraden Wolfgang Richter und Reinhard Leutholdt wurde mit dieser imposanten, nie mehr annähernd erreichten Zahl belohnt.

 1.Männer 1979
1. Männer 1979/80 - Knapp den Aufstieg zur Landesliga verpaßt,
stehend von links: Masseur Quil, Zimmermann, Ernst, Rother, Wolff, J.Kociok, Bucher, Kalcher, Trainer Kaufmann, Geschäftsführer Passeckel,
unten von links: Wäcker, B. Mesecke, Bunzel, Zygmunt, J.Nikisch, Scholz

Das Spieljahr 1979/80 war recht erfolgreich für den Männerbereich. Die 1.Männer unter Leitung des Trainers Kaufmann verpaßte nur knapp als Tabellendritter den Aufstieg zur Landesliga, der zweithöchsten Berliner Spielklasse.
Die 3. Männer hatte da mehr Glück, ihr gelang der Aufstieg zur Oberliga. Diese Höhenluft schnupperte die vierte Mannschaft bereits seit Saisonbeginn 78/79.

 1.Alt-Herren 1979
1. Alte Herren 1979, stehend von links: Steger, Groß, Sauer, J.Schüler, Beck, Garbers, H.-J. Fechner,
unten von links: Reck, Knaak, Behr Knaak jr., Elwitz, Bohn, Garbers jr. Ruminski

 

1981 1982

Die Enttäuschung war riesengroß, als die erste Mannschaft am Ende der Serie 80/81 den Weg in die B- Klasse antreten mußte.
Mehr Freude bereitete da die 4.Männer. Ein über Jahre gewachsenes Team, dass auch das Miteinander außerhalb des Sportplatzes pflegte. Der Lohn aller Mühen war überwältigend.
Es wurde 1982 nicht nur der Staffelsieg und die damit verbundene Berliner Meisterschaft errungen, nein auch noch der Berliner Verbandspokal wurde erkämpft.
Mit dem Kamerad Michael Cornetz stellte sich für die Saison 81/82 ein vertrauter Vereinskamerad als Trainer zur Verfügung.
Trotz des bitteren Abstiegs der 1.Männer hatte kein Stammspieler den Verein verlassen. Der Optimismus vom Trainer und dem Marienfelder Anhang wurde belohnt.
Auch verdienstvolle Betreuung durch die Kameraden Martin Faustmann und Gerd Quiel zahlte sich aus. Der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. hatte mit der Erringung des Meistertitels den Wiederaufstieg zur A-Klasse geschafft.
Immer wieder war es möglich, die erste Männermannschaft mit talentierten Spielern aus dem eigenen Nachwuchs aufzufüllen, ja sogar zu verstärken.
Eine Tatsache, die voller Stolz von Mitarbeitern der Jugendabteilung seit Jahren registriert wird.

 Sepp-Herberger-Preis 1982
Ehrung der Jugendabteilung mit dem Sepp-Herberger-Preis 1982

Im Jahre 1982 wurde dem F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. eine besondere Ehrung teil.
Die Kameraden um Jugendleiter Klaus Schubert herum, Bernt Quander, Horst Schramm, Klaus Weber, Jürgen Rusch und viele weitere Betreuer und Trainer hatten über Jahre hinaus hervorragende Jugendarbeit geleistet.
Dafür wurde ihnen vom Berliner Fußball Verband (damals VBB) die bundesweit bekannte Anerkennungs-Urkunde der Sepp-Herberger- Stiftung verliehen.
Diese Auszeichnung haben die Mitarbeiter der Jugendabteilung als Verpflichtung für besondere Taten angenommen. Wenn auch der Mitarbeiterstamm teilweise wechselte, so ist die Arbeit um den jetzigen 1. Jugendleiter Kameraden Manfred Müller und dem Kameraden Wolfgang Kummerow nach wie vor verbindlich. Große Freude kam auch nach Abschluß der Serie 82/83 auf.
 
Der errungene zweite Tabellenplatz berechtigte die 1. Männer, den Kampf um den begehrten dritten Aufstiegsplatz zur Landesliga aufzunehmen. Erinnerungen wurden wieder wach, hieß doch der Gegner Lichtenrader BC.
Das Publikumsinteresse war noch einmal geweckt. Nach dem Hinspiel in Lichtenrade, das mit 1:2 verloren ging, säumten dann beim Rückspiel in Marienfelde über tausend Zuschauer den Spielrand. Das Spiel ging 1:1 aus und der Traum vom Aufstieg war vorerst ausgeträumt.
Die sportliche Hintertür wurde dann aber durch den Aufstieg des SC Charlottenburg zur 2.Bundesliga weit aufgestoßen. Der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. erklomm in diesem Moment eine Position im Berliner Fußball, die der Verein noch nie hatte.
Die vierte Mannschaft wollte da nicht zurückstehen und holte die zweite Berliner Meisterschaft in Reihenfolge für die Marienfelder Farben.
Die erstmals gemeldete Alt-Ligamannschaft hatte es da sichtlich schwieriger und landete auf dem vorletzten Platz. In dem Alter (40 Jahre und älter) sollte aber das Dabeisein, obenan stehen.

1983 1984

Dabei sind für den F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. einige Kameraden fünfundzwanzig Jahre und länger (W.Groß, H.J.Fechner, P.Kohlstedt, L.Klein, H.U.Elwitz, E.Sauer und R.Gabers). Die Landesligasaison 83/84 begann also mit dem F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V..
Gleich im ersten Punktspiel kassierte man ein halbes Dutzend Tore. Von diesem Schock aber im Laufe der ersten Halbserie gut erholt, wurde ein überaus zufriedenstellender 9. Tabellenplatz eingenommen.
Die Rückserie verlief dann überaus unglücklich. Trainer Hoffmann, dem man solide Arbeit bescheinigen konnte, mußte auf mehrere dauerverletzte Spieler verzichten. Noch war der entsprechende Unterbau für die Landesliga nicht herangereift.
Erst wehrte die Elf sich tapfer. Vier Spiele gingen nur mit einem Tor Differenz verloren, vier weitere konnte man Remis gestalten.
Am Ende der Serie schlich sich dann die Resignation ein. Das Kapitel Landesliga wurde mit 21:39 Punkten sowie 33:61 Toren abgeschlossen, der Abstieg war mit dem 15. Tabellenplatz besiegelt.
Schön wäre es gewesen, das Verbleiben in der Landesliga, denn die gesunde Mischung zwischen routinierten und noch sehr jungen Spielern versprach einiges.
 
Hier die Spielernamen unserer Landesligisten, die uns auch nach dem Abstieg die Treue gehalten haben:
Th.Ernst, St. Pfeiffer, J. Ukat, U. Kumsteller, J. Mesecke, M. Jahn, A. Rother, J.Kociok.
 
Im Nachhinein betrachtet, kam dieser rasche Aufstieg vielleicht ein Jahr zu früh. Dabei hatte es sich der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. so gut eingeteilt.
Die erstmals gemeldete Jungliga-Mannschaft (18-21 Jahre) sollte die Basis für eine weitere Talentpflege sein.
Die vierte Mannschaft konnte sich in der Saison für das Berliner Pokalfinale qualifizieren und unterlag nur knapp mit 1:2 dem SC Staaken.
Der Abstieg der ersten Männermannschaft aus der Landesliga "bescherte" uns den Austritt von zwölf Spielern aus dem Kader der 1.Männer. Kameraden, die am Ende der Serie selbst mit ihren bescheidenen Leistungen den traurigen Abstieg in die A-Klasse beseelt hatten, zog es zur Konkurrenz.
Was blieb war ein Torso! Der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. stand vor einem totalen Neuaufbau.
Die Arbeit der Trainer, erst Kameraden Chelmowski, dann Kameraden Hoffmann, der dankenswerterweise während der Saison 84/85 eigesprungen war, gestaltete sich äußerst schwierig. Wieder waren es einige Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen, aus der ehemaligen "Super-Vierten", sowie verdiente Kameraden wie Axel Rother, Michael Jahn und Thomas Ernst, die sich gegen einen erneuten Abstieg stemmten.
Am Ende der Serie waren wir noch einmal davongekommen, der rettende 14.Tabellenplatz wurde erreicht.

1985 1986

Dieser Kraftakt konnte im Spieljahr 1985/86 nicht wiederholt werden. Nur Platz fünfzehn blieb für den F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V., der Abstieg war besiegelt.
Diesmal gab es jedoch keine Austrittsflut. Die Elf, inzwischen wieder von Kameraden Cornetz trainiert, wurde weiter verjüngt und spielt zur Zeit eine Rolle im oberen Tabellendrittel. Ganz große Optimisten erhoffen sich den direkten Wiederaufstieg.
Leider mußte der Kamerad Cornetz seine aktive Trainertätigkeit einstellen, er steht dem Verein aber als technischer Berater weiter zur Verfügung.
Die Trainingsleitung übernahm der Kamerad Bernd Woischig. Wichtig ist, daß sich die Truppe um Mannschaftskapitän Michael Jahn in der Leistung stabilisiert, dann können wir uns für die Zukunft noch einiges versprechen.
Nachzutragen ist noch der Staffelsieg der 1. Senioren, sprich Alte Herren. Ungeschlagen und mit dem imposanten Punktverhältnis von 38:2 gelang der Aufstieg zur 1. Liga.
Die neunzehn Gegentreffer, die der über fünfundzwanzig Jahre dem Verein treu verbundene Kameraden Rainer Garbers als Torhüter kassieren mußte, taten der Mannschaft nicht weh.
 
Ein überragendes Ereignis ließ nicht nur die Marienfelder Fußballgemeinde aufhorchen.
Brachte es doch die 1.E-Jugend (8-10 Jahre) fertig, die Berliner Meisterschaft und den Pokal des Berliner Fußball am Ende der Saison 85/86 nach Marienfelde zu holen.
Diese und ähnliche Erfolge aus dem Jugendbereich geben immer wieder Anlaß zu den schönsten Hoffnungen.
Und mit diesen, zum Wohle des F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. wollen rd. 450 Mitglieder ihre Verbundenheit zu den Marienfelder Farben zeigen. Im Jubiläumsjahr sind für den F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. im Einsatz, eine Damenmannschaft z.Z. nur Freundschaftsspiele, drei Männer-, zwei Alte Herren, eine Alt-Liga sowie zehn Mannschaften aus dem Jugendbereich.


Nachwort zum 75'jährigen Jubiläum
Abschließend sei nochmals den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern gedankt, die in dieser Zusammenfassung der Ereignisse nicht erwähnt wurden.
Auf die geleistete Arbeit im Namen des F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. Marienfelde können alle Kameraden mit Stolz zurückblicken, im Verbandsbereich hat es der F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. seit Jahren zu eine untadeligen Ansehen gebracht.
Es muß eine Verpflichtung für die Zukunft bleiben, oberstes Gebot in den Reihen des F.C. Stern Marienfelde 1912 e.V. soll das faire Miteinander, die Kameradschaft sowie das Abwägen aller Interessen sein.
 
Möge die Zukunft Glück und Erfolg bescheren, das wünscht

Hans-Udo Elwitz

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Unsere Vereinschronik

von Hans-Udo Elwitz

Teil 5 (1987 - ....)

1987

Im Jubiläumsjahr 1987, also zum 75-jährigen Bestehen fristete der FC Stern mit seiner 1.Männermannschaft ein Dasein in der B-Klasse.
Die im März 1986 neu in den Vorstand gewählten Kameraden Andreas Stielow als 2.Vorsitzender, Andreas Schiffer als Geschäftsführer, sowie der seit 1985 im Amt befindliche 1.Jugendleiter Manfred Müller erwiesen sich neben dem 1. Vorsitzenden Hans-Udo Elwitz als Vorstandskameraden mit enormer Schaffenskraft. Ihren Ideen ließen sie auch Taten folgen. Sämtliche Jubiläumsveranstaltungen fanden eine große Resonanz und Anerkennung aller Marienfelder, sowie zahlreichen Ehrengästen aus dem Verbandsbereich und der Tempelhofer Kommunalpolitik.
 
Die Saison 1987/88 wurde mit mehreren freudigen Ereignissen abgeschlossen. Spektakulär war der Erfolg der 1.D-Jugend. Im Wiederholungsspiel gegen Tennis Borussia behielt man mit 2:0 die Oberhand und war damit Berliner Meister. Erfolgstrainer dieser prima Truppe war einmal mehr "Hah" Papadopoulos. Hier die Namen der stolzen Sieger:
Felix Krumme, Lars Eidinger, Orhan Yumaksan, Daniel Gerstenberger, Heiko Niesel, Carsten Hund, Tekin Saziog, Christian Struwe, Rene Conrad, Holger Conrad, Christian Schnell, Marc Owczarek, Michael Kuppig, Benjamin Bröder und Jan-Sebastian Foit.
Schön zu registrieren, dass Jan-Sebastian Foit seit Jahren zum Stamm der 1. Männer gehört.
Unter Trainer Bernd Zimmermann schaffte die 1.Männer als Drittplatzierte, den Wiederaufstieg zur A-Klasse. Da wollten die 3. und 4.Männermannschaften nicht zurückstehen. Beide Vertretungen erkämpften sich jeweils als Vizemeister den Aufstieg zur Landesliga.

1988

Die Saison 1988/89 begann mit dem Einstand von Trainer Lutz Sendrowski, sowie dem Kameraden Ralf Seibt als Vorstandsmitglied, zunächst für das Ressort Offentlichkeitsarbeit. Beide Sportkameraden erwiesen sich über Jahre als Glücksgriffe, hatte doch gerade Trainer Sendrowski die Gabe immer wieder Marienfelder "Eigengewächse" den Weg in den 1.Männerbereich aufzuzeigen.

1989

Im Spieljahr 1989/90 stabilisierte sich die 1.Männer in der A-Klasse als Tabellensechster.
Der 4.Männer, eine mit zum Teil überdurchschnittlichen Spielern besetzte Elf, gelang der Aufstieg zur Oberliga. Nur die legere Auffassung einiger Kameraden verhinderte den Einsatz in der 1. Mannschaft.
Der Kamerad Ralf Seibt übernahm den Posten des Geschäftsführers.
Thorben MarxIn der Jugendabteilung, genauer in der 2.F-Jugend, tauchte erstmals der Name Thorben Marx auf. Beim FC Stern hat er das "Laufen gelernt", stolz sind alle Marienfelder das "unser" Thorben jetzt zum Bundesligakader von Hertha BSC (mittlerweile zu Arminia Bielefeld gewechselt, Anm.d.R.) gehört.
Eine nicht nur im sportlichen Bereich ereignisreiche Saison wurde beendet. Der Fall der unerträglichen innerdeutschen Grenze, das problemlose Hin-und Herreisen, die Möglichkeit nach jahrelanger Isolation jetzt auch im Umfeld Berlins Fußballbegegnungen auszutragen, brachte allen Vereinskameraden neue Erlebnisse. Der FC Stern nutzte die neuen Gelegenheiten in den folgenden Jahren mit der Durchführung von Trainingslagern zur Saisonvorbereitung in Forst (Lausitz).

1990

Im Jahr 1990 wird die Kameradin Monika Zülch zur 1.Jugendleiterin gewählt. Es sollte sich herausstellen das sie dieses Amt mit größtem Engagement sechs Jahre ausübt. Berufliche Gründe verhinderten ein Weitermachen. Nach wie vor jedoch und das schon seit 1987 ist sie zusammen mit dem Kameraden Horst Ahl für die Redaktion der sternchenpost zuständig.
Zwei Präsente hatte die Jugendabteilung zum Einstand der Kameradin Zülch parat, der 1.A-Jugend gelang der Aufstieg zur Landesklasse und die 1.E-Jugend wurde Staffelsieger.

1991

Jubel und endlose Trauer gab es in der Saison 1991/92. Trainer Lutz Sendrowski hatte seine Mannen in die Landesliga geführt.
Am 4.Januar 1992 verstarb inmitten seiner Kameraden, der 1.Alt-Liga-Mannschaft, bei einer Turnierveranstaltung die Marienfelder Fußballlegende Reinhard Garbers. Seit 1962 dem FC Stern angehörend hatte er rund achtzehn Jahre das Tor der 1.Männer gehütet. Es folgten noch elf Jahre im Kreis der 1.Senioren und der Alt-Liga. Seine Söhne Christoph und Hagen lassen als Aktive die Erinnerung an einen großartigen Sportsmann weiterleben.

1992

In der Saison 1992/93 kommt es zu einem Wechsel in der Vereinsführung. Der 1.Vorsitzende Hans-Udo Elwitz kandidierte, nach rechtzeitigem Bekanntgeben nicht mehr. Stolze siebenundzwanzig (27) Jahre intensive Vereinsarbeit konnte Kamerad Elwitz nachweisen. In ganz jungen Jahren Pressewart (u.a. "Der Pohlezettel"), dann Schriftführer, Geschäftsführer, 2.Vorsitzender, um dann vierzehn Jahre den Verein durch alle Höhen und Tiefen zu führen. Die Nachfolge trat dann Michael Müller an, sein Stellvertreter wurde Manfred Müller.
Zum Saisonende verabschiedete sich auch Trainer Lutz Sendrowski. Erfreulich das überraschend gute Abscheiden der erstmals gemeldeten 7'er Alt-Liga Mannschaft.

1993

Vor dem Saisonstart 1993/94 begab sich eine große Reisegruppe aus dem Bereich der 1. und 2.Männer auf einen Tripp nach Asien, u.a. Singapore und Hongkong. Es wurden drei Freundschaftsspiele ausgetragen. Ein unvergessliches Erlebnis der Jahre später noch Reisen in den Süden Afrikas sowie eine Kanadatour folgten.
In der Landesliga hatte die 1. Männer große Probleme, die Klasse konnte aber gehalten werden.
Die Bemühungen des neuen Schiedsrichterobmanns Thorsten Lange wurden belohnt, acht Schiri-Kameraden waren für den FC Stern aktiv, im Jubiläumsjahr 2002 können wir stolze vierzehn aktive Kameraden verzeichnen.
Eine großartige Saisonleistung vollbrachte die Seniorenmannschaft, erst im Berliner Pokal-Halbfinale kam das Aus.

1994

In der Saison 1994/95 konnten zunächst nur negative Ereignisse erwähnt werden, Kameradin Zülch konnte aus bereits erwähnten Gründen die Jugendleitung nicht fortführen.
Die 1.Männer musste den Weg in die Bezirksliga antreten, bei der 1.Senioren ging es abwärts in die Landesliga.
Nur die 3.Männer konnte jubeln, der Aufstieg zur Landesliga war gelungen.

1995

Für die Saison 1995/96 wurde mit "Sohni" Kamowski ein sehr erfahrener Trainer verpflichtet.
Leider gab der Kamerad Ralf Seibt aus familiären Gründen den Posten des Geschäftsführers auf, seine Nachfolge trat der Kamerad Guido Mania an. Ralf Seibt ist aber weiterhin im Spielausschuss des BFV für den FC Stern tätig.
Der 1.Senioren gelang auf Anhieb der Wiederaufstieg zur Verbandsliga.

1996

Im Spieljahr 1996/97 konnte man mehrere erfreuliche Geschehnisse registrieren. Im März 96 wurde der Förderkreis "Marienfelder Sternchen" ins Leben gerufen. Zielsetzung war es vornehmlich der Jugend des FC Stern mit finanziellen Unterstützungen zur Seite zu stehen. Bis zu derer Vereinsauflösung Ende 2000, wurde hier eine nicht zu übersehende, aufopferungsvolle Leistung erbracht. In den letzten zwei Jahren jedoch nur noch von einer ganz kleinen Schar von Mitarbeitern, allen voran die Kameradin Bianca Anders. Aber auch die großen Verdienste der Kameraden Hilmar Eichholz und Matthias Schaumburg sollen nicht unerwähnt bleiben. Schade das die Bereitschaft sich besonders für unsere Jugend einzubringen, auf der Strecke geblieben ist.
Der neue Jugendleiter Frank Meusel konnte sich über den Staffelsieg der 1.B-Jugend freuen. Trainer "Hotte" Brümmer hatte die Mannschaft ungeschlagen, in die Landesliga geführt.
Nach langen Jahren wurde auch wieder eine C-Juniorinnen für den Spielbetrieb gemeldet.
Die 1.Senioren erreichte wie bereits drei Jahre zuvor, das Berliner Pokalhalbfinale, aber auch diesmal hatte man kein Glück.

1997

In der Saison 1997/98 gab es nur Erfreuliches von den altgedienten Kameraden zu vermelden. Die 1.Senioren behauptete sich in der Verbandsliga, der 1.Alt-Liga Mannschaft wurde der Aufstieg in diese Liga, nur durch eine skandalöse Schirileistung im letzten Spiel der Saison verwehrt. Ein Nachspiel vor dem BFV-Sportgericht brachte leider keine gerechte Lösung.

1998

In der Spielzeit 1998/99 gab es für den Bereich 1.Männer inmitten der Serie einen Trainerwechsel, Co-Trainer Manuel Krüssmann löste "Sohni" Karnowski ab.
Nach langer Zeit war es möglich wieder eine 2. Senioren für den Spielbetrieb anzumelden.
Die ehemalige 7'er-Alt-Liga ging jetzt als Ü50 Mannschaft auf Punktejagd, oder wie man es nennen mag, der Ehrgeiz ist jedoch geblieben. Die Alt-Liga Truppe um Coach Hannes Fechner triumphierte am Saisonende, der Aufstieg zur Verbandsliga, also der höchsten Berliner Spielklasse war diesmal gelungen.
Aus dem Jugendbereich konnte man seit langem keine besonders heraustellenden Ereignisse meiden. Das lag und liegt zum größten Teil noch immer an der übermächtigen Konkurrenz der Nachbarvereine. Wesentlich bessere Platzbedingungen, sowie die materiellen, manchmal finanziellen Anreize, locken immer wieder Marienfelder Jugendliche davon.

1999

Bei der im März 99 stattgefundenen Vorstandswahl stellte sich der seit 1983 für die Jugendabteilung verantwortliche Kassenwart Wolfgang Kummerow als Schatzmeister für den Gesamtverein zur Verfügung. Der Vereinsarbeit, die der Kamerad Kummerow dabei mit großem Sachverstand leistet gebührt höchste Anerkennung.
Eine besondere Ehrung wurde dem Kameraden Harry Passeckel in der Saison 1999/00 zu teil. Der inzwischen neu gewählte 1.Vorsitzende Guido Mania konnte den Kameraden Passeckel anlässlich der Weihnachtsfeier für seine 50-jährige Mitgliedschaft besonders auszeichnen. Auch der Berliner Fußballverband, vertreten durch den Vizepräsidenten Helmut Salisch, würdigte den nimmermüden Einsatz des Kameraden Passeckel für den FC Stern. Seit seinem Ausscheiden aus dem Vorstand 1986, ist unser Harry als guter Geist, sprich Betreuer der 1.Männermannschaft tätig. Seine Halbzeitgetränke halfen aber bei den Relegationsspielen gegen den BFC Germania 88 am Ende der Serie auch nicht. Der Aufstieg wurde verpasst!
Der A-Jugend erging es leider nicht besser, denn auch hier gingen die Ausscheidungsspiele verloren.
Besser machten es die 3.Männer, denn der Mannschaft gelang der Aufstieg zur Landesliga.


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